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Atlas Copco will in Österreich weiter expandieren
Nach Übernahme von Hartl Anlagenbau sind auch in Zukunft weitere Akquisitionen sowie der Ausbau des Händlernetzes geplant
Atlas Copco, mit einem Gesamtumsatz von 7,3 Milliarden Euro und weltweit 33.000 Beschäftigten einer der größten schwedischen Konzerne, will in Österreich in den Geschäftsbereichen Kompressoren und Drucklufttechnik sowie Construction and Mining Technique weiter expandieren. Und dies sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Firmenzukäufe. Mit 287 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte 2010 in Österreich ein Umsatz von rund 85 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Nach der letzten größeren Akquisition – im September 2010 wurde die Hartl Anlagenbau GmbH in St. Valentin übernommen – wird der Umsatz für das Geschäftsjahr 2011 bereits bei 145 Mio. Euro zu liegen kommen.
„Es gibt in Österreich im Prinzip keinen Tunnel, der nicht mit unseren Maschinen gebaut wurde“, sagt der Geschäftsführer der Atlas Copco GmbH Construction and Mining Technique, Juha Hyväoja, nicht ohne Stolz und nur mit einer Einschränkung: „Zumindest während der letzten 55 Jahre.“ Der Bau des Kaunertaler Kraftwerkes im Jahr 1956 war nämlich der ausschlaggebende Grund für den schwedischen Konzern, in Österreich eine eigene Verkaufsgesellschaft für „Handel mit Pressluftmaschinen, Kompressoren und Bohrstahl“ zu gründen. Mittlerweile sieht man die technologisch führenden schwedischen Maschinen – Atlas Copco wurde 2011 von Forbes zu den 100 innovativsten Firmen der Welt gewählt – nicht nur bei jeder Tunnel- und Autobahnbaustelle, sondern auch im Bergbau und in über 10.000 namhaften Industriebetrieben.
In Österreich ist Atlas Copco in folgenden Bereichen tätig:
1. Kompressoren und Drucklufttechnik
2. Bau und Bergbau
3. Industriewerkzeuge
Betreiber von Beschneiungsanlagen zählen auf Atlas Copco
Der Geschäftsbereich Kompressoren und Drucklufttechnik entwickelt, fertigt und vermarktet stationäre und fahrbare Kompressoren, Stromgeneratoren, Luftaufbereitungs- und Luftmanagementsysteme. Ein Mietservice sowie umfangreiche Aftermarket-Dienstleistungen komplettieren das Angebot. Atlas Copco ist stolz darauf, dass 80 der 100 größten Industrieunternehmen in Österreich bei ihrer Produktion auf Druckluftlösungen von Atlas Copco vertrauen. Kompressoren werden in nahezu jedem Industrieunternehmen benötigt. „Die größten Druckluftabnehmer sind die Lebensmittel-, Papier-, Stahl-, Automobil-, Textil-, Elektronik- und Bauindustrie. In Österreich sind auch Betreiber von Beschneiungsanlagen ein wichtiger Abnehmer von Kompressoren“, betont Dirk Villé, Geschäftsführer der Atlas Copco GmbH Kompressoren und Drucklufttechnik.
Zwei neue Servicestützpunkte
Im Industriebereich hat die Senkung der Energiekosten einen sehr hohen Stellenwert und wird in den kommenden Jahren noch an Relevanz gewinnen. 10 % des gesamten Energieverbrauchs der Industrie geht zu Lasten von Druckluft. Industrieunternehmen sind daher gefordert strategische Entscheidungen zur Reduktion der Energiekosten zu treffen, damit die Umwelt geschont wird. Atlas Copco hat den Trend der Energiekostensenkung bereits in den 90er-Jahren erkannt und hat mit der Einführung der Drehzahlregelung, übergeordneten Steuerungen und der effizientesten Verdichtung wesentliche Technologien entwickelt. Das Thema Energieeinsparungen impliziert auch Wärmerückgewinnung und auch hier nimmt Atlas Copco eine Vorreiterrolle ein. 72 % der eingesetzten elektrischen Energie eines Kompressors können zurückgewonnen und für Industrieanwendungen bzw. zum Heizen verwendet werden. Im September eröffnete das Unternehmen einen Servicestützpunkt in Steyrermühl, Oberösterreich, und noch dieses Jahr folgt eine weitere Zweigstelle in Judendorf bei Graz.
Unter Wasser oder auf 2.500 m Seehöhe: die Einsatzgebiete sind vielfältig
Der Geschäftsbereich Construction and Mining Technique entwickelt, fertigt und vermarktet Gesteinsbohrhämmer, Tunnelbohr- und Bergbaumaschinen, Übertagebohrgeräte für Bohrungen in Steinbrüchen, Lademaschinen zum Schuttabtransport aus dem Tunnel, Bohrgeräte für Erkundungsbohrungen und Erdwärmesonden, Straßenbaumaschinen und Bauwerkzeuge wie zum Beispiel Abbruchhämmer, Straßenfertiger und Walzen. „Auf der Straße, unter Wasser, im Tunnel oder auf 2.500 m Höhe am Berg - die Einsatzgebiete der Bau- und Bergbautechnik sind so vielfältig wie unsere Produktpalette. Wir folgen dem Geschäft der Kunden. Dabei sind vor allem Kreativität und individuelle Lösungsansätze gefragt“, ist Juha Hyväoja, Geschäftsführer der Atlas Copco GmbH Construction und Mining Technique, besonders stolz auf den umfassenden Geschäftsbereich.
State-of-the-art-Technik zur Gewinnung von Naturstein
Der Akquisitionsstrategie folgend, erwarb der Konzern 2010 das Familienunternehmen Hartl Anlagenbau - jetzt Atlas Copco Powercrusher GmbH mit Sitz in St. Valentin, Niederösterreich. Die mobilen Gesteinsbrech- und Siebanlagen werden für die Gewinnung von Naturstein im Bergbau sowie für das Recycling eingesetzt und ergänzen bzw. komplettieren das bestehende Angebot an Bau- und Bohrgeräten im Segment Bau- und Bergbautechnik. Die Firmenübernahme stellt für beide Unternehmen eine Win-Win Situation dar, da Hartl Anlagenbau über die erforderliche Kompetenz und der Atlas Copco-Konzern über das weltweite Netzwerk zum Vertrieb und Aftersales der Maschinen verfügt. „Das Ziel für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist, Atlas Copco Powercrusher zum Weltmarktführer im Bereich der raupenmobilen Gesteinsbrech- und Siebanlagen zu machen“, erklärt Axel Guddas, Geschäftsführer der Atlas Copco Powercrusher GmbH.
Die moderne Produktion ist auf ca. 450 Maschinen pro Jahr ausgelegt. Ende 2011 wird die neue Nasslackieranlage mit automatischer Durchlauf-Sandstrahlanlage in Betrieb genommen. Durch die Implementierung moderner Lacksysteme lässt sich ein äußerst effizienter Lackierprozess gestalten und die Taktzeit um ein Vielfaches verringern. Die Trocknung der beschichteten Teile erfolgt bei Raumtemperatur, wodurch der Energieverbrauch auf ein Minimum reduziert wird. „Diese Anlage gehört zu den modernsten und größten Anlagen Europas und ist einzigartig in der Atlas Copco-Gruppe. Derzeit beschäftigen wir am Standort in St. Valentin rund 135 Mitarbeiter, sind aber laufend auf der Suche nach weiteren engagierten Mitarbeitern“, bestärkt Guddas die Wachstumsstrategie des Unternehmens. Im nächsten Jahr sei eine Produktionssteigerung von mindestens 30 % geplant. Im Forschungs- und Entwicklungsbereich steht die stetige Weiterentwicklung verlässlicher, hochqualitativer und flexibler Maschinen für die verschiedensten Kundenanwendungen im Fokus.
Ausblick 2012
Atlas Copco kann auf 55 erfolgreiche Jahre in Österreich zurückblicken und durfte heuer den Wirtschaftspreis für das „Erfolgreichste schwedische Unternehmen in Österreich 2010“, verliehen von der Schwedischen Handelskammer, entgegennehmen. In den nächsten Jahren will das Unternehmen sowohl durch Firmenzukäufe als auch durch organisches Wachstum weiter wachsen. Um dieses strategische Ziel zu erreichen, sollen im Jahr 2012 das Händlernetzwerk erweitert und zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt werden.
Gabriele Zwick
Communications
Atlas Copco GmbH Kompressoren & Drucklufttechnik
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